Chamäleon Clash: Xu Fengxia vs. Joshua Weitzel

Datum, Uhrzeit
Date(s) - Dienstag, 10.09.2019
20:00

Veranstaltungsort
Lolita Bar

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Als Xu Fengxia 5 Jahre alt war, begann sie mit dem Studium chinesischer Saiteninstrumente und studierte später auf der Musikhochschule chinesische Zupfinstrumente mit dem Schwerpunkt Sanxian. Nach ihrem Examen erhielt Xu Fengxia eine Stelle als Solistin für Sanxian im renommierten Shanghaier Orchester für Chinesische Musik. Sie spielte als Erste auf der Sanxian Stücke von Paganini und war die Solistin in einem Konzert für Sanxian und Orchester. Seit den 90er Jahren lebt Xu Fengxia in Deutschland. Sie wurde Mitglied im Gufeng Ensemble, einer Gruppe hervorragender chinesischer Musikerinnen.

In der Mitte der 90er Jahre begann eine intensive Zusammenarbeit mit dem Wuppertaler Bassisten Peter Kowald. Mit der Gruppe „Global Village“, die in der Basisbesetzung aus Peter Kowald, Xu Fengxia und der Violinistin Gunda Gottschalk bestand, spielte Xu Fengxia erstmals auf bedeutenden Festivals wie Taktlos (Zürich/Basel), Poschiavo, Total Music Meeting, Vision Festival New York usw. Mit Peter Kowald und Alfred Harth spielte sie auch auf dem Puschkin Filmfestival in Moskau. Einen Tag nach einem Duokonzert mit Xu Fengxia in Boston starb Peter Kowald in New York plötzlich nach einem Herzanfall. Bis jetzt spielt Xu Fengxia oft Soloparts in den Werken zeitgenössischer chinesischer Komponisten wie Tan Dun, Qu Xiaosong, Kee Yong, Xu Shuya, Qin Wencheng und vieler anderer. Dabei arbeitet sie mit den unterschiedlichsten Ensembles wie dem Nieuw Ensemble Amsterdam, der Bremer Kammerphilharmonie, dem Ensemble Recherche, dem Staatstheater Saarbrücken. Sie spielte bei Musica Viva München, den Donaueschinger Musiktagen oder dem BBC-Festival. 2017 war sie die Solistin in dem Konzert für Guzheng und Orchester von Tan Dun mit dem Brandenburger Staatsorchester.

Joshua Weitzel ist Musiker, Kurator und Musikwissenschaftler, geboren in Kassel, 1989. Studium in Göttingen, Kyoto und London. Als Improvisationsmusiker, Komponist und Interpret spielt er Gitarre, Shamisen und – seltener – Tenorbanjo. Er arbeitet hauptsächlich im Bereich von experimenteller Musik, Jazz und den Grauzonen dazwischen. Hauptbestandteil der Musik ist das Erforschen von Kontrast, abstrakter Harmonik und Dynamik, wobei eine breite Palette von erweiterten Spieltechniken zur Anwendung kommt. Er ist Gründer des Contemporary Shamisen Duos mit Shamisen-Meister Ryota Saito und dem Interrogation Quartet – Ensemble für Experimentelle Kammermusik Kassel, mit Chie Nagai, Ulrike Lentz und Massimo Magee. Weitere Zusammenarbeit u.a. mit Tanaka Yumiko, Christian Wolff, Haco, Eddie Prévost, Rieko Okuda, Matthias Schubert, Liping Ting, Katsura Mouri, Akiyama Tetuzi, Beibei Wang, Toshimaru Nakamura und vielen anderen.

Eintritt: 15 Euro / 10 Euro (für Mitglieder des Jazzvereins) / 5 Euro (ermäßigt). Karten sind nur an der Abendkasse der Lolita Bar erhältlich.